Wahlen 2017 – Endergebnis in Apenrade
Der neue Stadtrat in Apenrade steht – Tästensen: „Kopf hoch!“
Der neue Stadtrat in Apenrade steht – Tästensen: „Kopf hoch!“
Der neue Stadtrat in Apenrade steht – Tästensen: „Kopf hoch!“
In Apenrade will Venstres Thomas Andresen weiter regieren. Die Schleswigsche Partei verteidigt trotz deutlicher Verluste ihre beiden Mandate im Stadtrat.
Thomas Andresen kann sich freuen, auch wenn seine Partei Venstre zwei Mandate eingebüßt hat, und künftig „nur“ noch 11 Sitze im Apenrader Stadtrat einnehmen darf. Da sich aber die Dänische Volkspartei (DF) angeführt von Ejler Schütt wieder fünf Plätze sicherte, hat die DF/Venstre-Fraktion gemeinsam die 16 Sitze, die erforderlich sind, um in Apenrade „regieren“ zu können. Das zeigt das vorläufige Endergebnis.
Andresen bleibt also Bürgermeister in Apenrade. Wie es aussieht, hat er jedoch aus der Wahlnacht 2013 gelernt. In einer ersten Stellungnahme gegenüber den Kollegen von Danmarks Radio kündigte er an, dass er diesmal von Anfang an auch andere Parteien mit ins Boot holen möchte. 2013 war die Konstituierung fast schon nach dem Gespräch mit DF-Frontmann Schütt beschlossene Sache. „Ich bleibe Bürgermeister“, sagte Andresen im Gespräch mit dem Nordschleswiger und sprach von einer „positiven Entwicklung“ und einer „guten Zusammenarbeit“ im Stadtrat. Zwar habe Venstre zwei Mandate verloren, doch das Venstre-Ergebnis von 2013 sei auch „überaus gut“ gewesen.
Erwin Andresen: „Mit blauem Auge davongekommen“
Die SP verliert in Apenrade deutlich und landet sogar noch hinter dem Ergebnis von 2009. Dennoch behält die Partei der deutschen Minderheit ihre beiden Mandate.
„Wir sind natürlich nicht zufrieden, wie sind enttäuscht. Aber wir sind mit einem blauen Auge davongekommen“, so SP-Spitzenkandidat Erwin Andresen. Damit spielt er auf den Erhalt der beiden Mandate im Stadtrat an. „Jetzt müssen wir erst einmal die Zahlen analysieren – wir sind ja offensichtlich in allen Gebieten zurückgegangen“, so Andresen weiter.
Lasse Tästensen: „Kopf hoch!“
Er hatte im Wahlkampf geschuftet wie kaum ein anderer und hatte für frischen Wind im Lager der Schleswigschen Partei gesorgt. Lasse Tästensen, einer der drei SP-Spitzenkandidaten in der Kommune Apenrade, war sehr präsent, hat dafür aber nicht die erhofften Lorbeeren einstreichen können. Der Dritte der Liste S zeigte sich in einer ersten Reaktion enttäuscht, aber gefasst: „Es ist nicht das Ergebnis, was wir uns vorgestellt haben. Wir haben einen aktiven Wahlkampf geführt mit guten Themen. Das scheint aber nicht gereicht zu haben“, so Tästensen.
Von einem erhofften dritten Mandat war die SP letztendlich weit entfernt. „Es ist schwer zu sagen, woran es gelegen hat. Wir sind unserer politischen Linie treu geblieben und es heißt jetzt Kopf hoch“, gab sich Lasse Tästensen kämpferisch. Für die SP gehe es weiter und man müsse das Vertrauen der Wähler durch gute Lokalpolitik zurückgewinnen.